Was ist Klimawirtschaft?

Ein zentrales Thema unserer Generation ist und bleibt das Klima. Noch nie wurde so viel über Maßnahmen zur Rettung unsere Atmosphäre diskutiert, Gesetze erlassen und auch umgesetzt. Noch nie wurde so oft, vehement und auch sehr deutlich an das Umweltbewusstsein der Menschheit appelliert.

Die Ideen zur Verbesserung von Lebensqualitäten, dem Stoppen von Umweltverschmutzung und dem Schutz vorhandener Ressourcen sind umfangreich und stehen erst am Anfang ihrer Umsetzungen.

Lassen Sie uns einen Blick auf die Klimawirtschaft werfen. Was gehört alles in diesen umfassenden Begriff, was kann jeder tun, um die Klimawirtschaft zu unterstützen und welche Ziele werden verfolgt?

Das globale Klima – ein Blick in die Zukunft

Es wird von Jahr zu Jahr immer spürbarer, dass sich das Klima weltweit verändert. Die Unwetterkatastrophen mit Starkregen, Stürmen und Überflutungen häufen sich zusehends.

Ein Blick auf die europäische Klimaentwicklung prognostiziert nichts Gutes. Im Vergleich zu der Zeitspanne von 1970 bis 2000, erwarten die Klimaforscher eine Verdoppelung der trockenen und heißen Tage in den nächsten 30 Jahren.

Klimaschutz – Eine kleine Definition dieses umfassenden Sammelbegriffs

Unter dem Oberbegriff Klimaschutz werden alle Maßnahmen zusammengefasst, die zur Verhinderung einer weiteren Erderwärmung beitragen können und sich auch der Abmilderung der bereits bestehenden Probleme widmen.

Der Klimaschutz widmet sich im Besonderen dem Thema der Treibhausgase, die der globalen Atmosphäre seit Jahren immer mehr zugesetzt haben.

Sprechen Forscher, Regierungen und Klimaaktivisten von Treibhausgasen, ist in der Regel das Element CO² gemeint.

Die Nutzung fossiler Brennstoffe, ob nun im gewerblichen oder im privaten Bereich, spielt bei der Entstehung von CO² eine ganz große Rolle und hier gilt es gleichwertige und auch verlässliche Alternativen zu finden.

CO² – Das Kohlendioxid, die Gesundheit und eventuelle Schäden

CO² ist ein Gas, das durch die chemische Verbindung von Sauerstoff und Kohlenstoff entsteht.

Die Verbindung beider Elemente erfolgt allerdings nicht nur bei der Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Materialien oder Substanzen, sondern auch in den Organismen von Mensch und Tier bei der sogenannten Zellatmung.

In zu hoher Konzentration in der Atmosphäre kann das Einatmen von CO² durchaus schädliche Konsequenzen für den menschlichen und tierischen Organismus hervorrufen. Im schlimmsten Fall kann es zu Atemdepressionen führen und einem anschließenden Atemstillstand.

Obwohl Pflanzen CO² für den Prozess der Photosynthese benötigen, können zu hohe Werte in der Umgebungsluft ihnen „das Leben schwer machen“.

Die Reduzierung von CO² – Welche Möglichkeiten stehen zur Verfügung und wie sind diese umsetzbar?

Das Heizen und der Stromverbrauch, sowie der sogenannte Individualverkehr, sind die Hauptverursachen, die das Klima durch ihre Emissionen schädigen. Hier gilt es anzusetzen und den Menschen zu sensibilisieren.

Ohne große Einschränkungen, Einbußen oder Aufwand, kann jeder seinen Beitrag als „aktiver Klimaschützer“ beitragen.

  • Achten Sie auf gute Dämmung von Gebäuden und vermeiden Sie zu großen Energieverlust beim Heizen.
  • Spezielle Einbauvorrichtungen für Duschköpfe oder Wasserhähne können den Warmwasserbrauch „nach unten schrauben“.
  • Vielleicht ist die nächste Autofahrt ja gar nicht nötig und Sie können Ihr Ziel bequem zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichen? Schon allein dies in Erwägung zu ziehen, zeigt, dass Sie auf dem richtigen Weg sind.

Der Straßenverkehr – großes Einsparungspotenzial, das genutzt werden sollte

Gerade im privaten Mobilitätsverhalten stecken zahlreiche Alternativen, um wenig Umwelt- und Klimabewusstsein zu demonstrieren.

Wegeketten:

  • Der Fußweg zur öffentlichen Bushaltestelle ist zu weit und das Auto erweist sich als beste Alternative? Wie wäre es mit einer sogenannten Wegekette? Mit dem Fahrrad zur Haltstelle, dieses dort deponieren und in das öffentliche Verkehrsmittel umsteigen. Und auf dem Rückweg geht es in umgekehrter Reihenfolge wieder heim.

Car-Sharing und Fahrtgemeinschaften:

  • Ob es sich hierbei um ein öffentliches Car-Sharing System handelt oder dieses Model im privaten Bereich umgesetzt wird. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass es sich um ein umwelt- und klimafreundliches Projekt handelt.
  • Die guten alten Fahrtgemeinschaften erleben in der letzten Zeit auch wieder einen „Boom“. Warum einzeln fahren, wenn der Nachbar, der Arbeitskollege oder sogar das Familienmitglied den gleichen Weg hat?

Persönliche Fahrweise:

Die individuelle Fahrweise eines jeden Einzelnen kann ebenfalls zur Reduzierung des CO²-Ausstoßes beitragen. Sie ist nicht nur klimaschonend, sondern schont auch das monatliche Budget.

  • Vermeidung von unnötigem Bremsen und Beschleunigen
  • Anpassung der Geschwindigkeit an den fließenden Straßenverkehr
  • Abschaltung des Motors bei längeren Wartezeiten wie im Stau oder bei langen Ampelphasen

Erneuerbare Energien – Ein guter Schritt in die richtige Richtung

Wie schon eingangs erwähnt, zählt die Verwendung von fossilen Brennstoffen mit zu den größten Verursachern von Treibhausgasen und somit zum übermäßigen Ausstoß von CO².

Erneuerbare Energien, als CO²-arme-, wenn nicht gar als CO²-freie Energieträger, stehen somit im Mittelpunkt der gesamten Aktivitäten des Klimaschutzes.

Langfristig gesehen, ist der Einsatz von „natürlichen“ Energiequellen auch im Sinne der Verfügbarkeit zu beachten. Die vorhandenen Ressourcen fossiler Brennstoffe verringern sich stetig bis sie ganz verschwunden sind. Ein „Auffüllen“ ist nicht möglich.

Sonnen- und Windenergie, sowie die Wasserkraft, ist naturgemäß vorhanden und wird der Menschheit unbegrenzt zur Verfügung gestellt.

Rein theoretisch wäre eine ausreichende Energieversorgung mit erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2050 möglich. Um dieses Ziel zu erreichen, müssten allerdings das Tempo für den Ausbau erhöht und weitere erforderliche Maßnahmen konsequent eingehalten werden.

Klimawirtschaft weltweit – politische Maßnahmen gegen die globale Erwärmung

Die globale Klimapolitik hat es sich zum Ziel gesetzt, die Auswirkungen der weltweiten Klimaerwärmung einzugrenzen und erforderliche Maßnahmen dementsprechend kontinuierlich anzupassen.

Einige der beschlossenen Schritte und umzusetzenden Aufgaben sehen wie folgt aus:

  • Einflussnahme auf den CO²-Ausstoß durch zusätzliche Besteuerung. Hierdurch sollen Gewerbetreibende dazu animiert werden zum Beispiel auf umweltbewusstere Produktionsmöglichkeiten um zu stellen und zurück zu greifen. Allerdings sind von diesen additiven Steuern ebenso Privathaushalte betroffen. Hier werden extra Abgaben für Treib- bzw. Heizstoffe veranschlagt.
  • Reduzierung von Abfall durch Gebührenerhebungen ist mittlerweile bei vielen Kommunen kein unbekanntes Thema mehr. Die heutige Wegwerfgesellschaft trägt einen großen Beitrag zur CO² Produktion bei. Wegwerfen und neu kaufen ist in „Fleisch und Blut“ übergegangen. Hier soll aufgrund der anfallenden Gebühren zum Umdenken angeregt werden. Das Schlagwort hier ist die Kreislaufwirtschaft. Diese baut auf Recycling und Wiederverwendung von Produkten, Materialien und anderer Rohstoffe auf.

Eine erfolgreiche internationale Klimapolitik kann allerdings nur erfolgreich sein, wenn die Strategien zum Klimaschutz weltweit durchgeführt werden und eine reibungslose Zusammenarbeit stattfindet.

Einfach ausgedrückt: Ein Land allein kann die Welt nicht retten.

Die Klimaschutzinitiative – europäisch und international

Die Europäische Klimaschutzinitiative, kurz EUKI, wurde 2017 gegründet und ist in Klimaschutzmaßnahmen und –projekten innerhalb der Europäischen Union tätig. Die EUKI hat sich zum Ziel gesetzt, die Emission von Treibhausgasen innerhalb der Mitgliedsstaaten zu senken und fördert deren Kooperation untereinander.

Ihre Prioritäten legt die EUKI auf die Bildung von Netzwerken, den Austausch von Erfolgsmodellen, das Ansammeln und Bündeln von Wissen und dem Aufbau von Kapazitäten und EU-Förderungen.

Die Internationale Klimaschutzinitiative, die IKI, wurde bereits im Jahre 2008 ins Leben gerufen und unterstützt klimaschonende und klimaverbessernde Projekte und Maßnahmen außerhalb Europas. Vor Allem in sogenannten Schwellen- bzw. Drittländern.

Sie sehen, das Klima geht uns alle an. Nur wenn alle an „einem Strang ziehen“, kann es zu einem positiven Ergebnis führen.

Die Unterstützung eines jeden Einzelnen ist gefragt, um die Welt wieder ein wenig gesünder und schöner zu machen. Zu lange wurde nach dem Motto verfahren, wie es dieser wohlbekannte Spruch von Jane Fonda zum Ausdruck bringt:

„Wir gehen mit unserer Erde um, als hätten wir noch eine weitere im Kofferraum!“

Lassen Sie uns klein anfangen und dann über uns hinauswachsen. Zum Wohle unserer Erde, unserer Kinder und zu unserem eigenen.

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